Dienstag, 26. Januar 2016

Heraus aus so einem Moment.

Das Zugfenster rahmt die Bilder ein. Grüne herzerfrischende Wiesen. Blauer herzberuhigender Himmel. Graue herzerdrückende Häuser. Häuser, Gebäude, vom Menschen erbautes. Die Menschen. Bauen. Bebauen. Verbauen. Leben. Sind in Aktion und Hektik. Oder geniessen und schlendern. Plötzlich wieder dieses widerliche Gefühl. Diese Selbstbeschäftigung der Menschen. Und die Natur? Die reine unberührte Natur? Wie dieser Höhlenforscher zum Beispiel? Es mangelt mir ja nicht an Begeisterungsfähigkeit. Es bedarf nicht viel mehr als Grün und Kuh und mein Herz springt. Und ist dann auch wieder auf dem Boden. Kinder. Neue Beschäftigung. Sich an deren Lächeln und Tapsigkeit das Herz erwärmen. Und dann? Der Sinn fehlt. Der Sinn, das Leben zu geniessen, verbleicht in der alltäglich wiederkehrenden und, zugegeben, auch stark scheinenden Sonne der Herzenslust. Ich geniesse, ich lese, ich lerne, ich verdiene und erwerbe, und es reicht mir trotz alledem nicht aus.  Dieses Leben kann ich mir nehmen. Heraus aus so einem Moment, ohne grosses Nachdenken, Abwegen, ohne grosse Depression, ohne Aufgeben, ohne Ermüden. Heraus aus so einem kurzen Moment, in dem weder die Grösse der Natur, noch die Scheinschlauigkiet der Menschen, noch Kuh, noch Grün keine Gemütsregung verursachen mag. Heraus aus so einem Moment.  

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